Die Manipulation die aus der Kälte kam - Aufruf zum Sit-Out

Quelle: Bieler Tagblatt/sda 15. November 2017

Das hätten wir Pioniere der Sozialen Medien uns Ende der 90er nicht träumen lassen, dass sich in weniger als 20 Jahren die Mächtigen der Welt Social Media bedienen, um Krieg gegen uns Menschen zu führen. Wir müssen uns darüber Gedanken machen und uns klar werden, wohin das führt.



(Quellen:Fotografien von Artikeln aus dem TagesAnzeiger vom 15. November 2017)












Vielleicht müssen wir alle einfach einhalten und quasi ein virtuelles Sit-Out veranstalten. Einfach eine Weile mal auf das Checken und Kommentieren auf Facebook, Twitter Co. verzichten und Trump und Putin und Konsorten ins Leere laufen lassen.


Was ist passiert? Putin destabilisiert die Weltordnung, indem er Trollfabriken unterhält, die systematisch Unruhe stiften überall dort, wo gesellschaftliche Unruhe, Auf- oder Umbruch herrschen. Unstatthafte Einmischungen in Ländern ausserhalb Russland ist weder anständig noch statthaft. Europa destabilisieren, ist praktisch eine halbe Kriegserklärung.

Davon zeugen heute am 15. November 2017 zahlreiche Artikel und Kommentare in den Medien.


Der TagesAnzeiger widmet dem Thema gleich zwei Seiten. Die Lage scheint zunehmend ernst. Davon zeugen auch die Aussagen des BND-Chefs.
Besonders alarmierend finde ich das Verhalten von Assange* und Snowden. Dass die sich via ihrer Twitter mit Tausenden von Tweets in den Dienst der Putin-Sache stellen, ist gelinde gesagt deprimierend. Ein regelrechter "Verrat an einer gerechten Sache". War die Herstellung von Transparenz bloss ein Spionageakt? Doch lesen Sie weiter und sehen Sie, was ich im Verlauf der Abfassung dieses Posts heraus gefunden habe.

Putin rächt sich nicht nur an der Welt wegen der westlichen Wirtschaftsboykotte, er will seine Machtposition in der Welt auf Kosten des Friedens in Europa ausbauen. Dazu produziert er den vor diesem Hintergrund als euphemistisch zu bezeichnenden FakeNews. Sein Ziel ist die Manipulation. Seine Methode die Desinformation. 

Nie in der Menschheitsgeschichte war es vergleichsweise so einfach und möglich, die Menschheit als Ganzes derart leicht zu manipulieren wie dies in den letzten Monaten zu beobachten war. 


Ganz schlimm scheint mir die Tatsache, dass Gegensteuer fast nicht möglich ist. Dafür müsste man auf aufgeklärte BürgerInnen zählen können, die nicht nur merken, sondern auch wissen. Nämlich um die geschichtlichen und politischen Zusammenhänge in der Welt. Gemessen an den Kommentaren auf Social Media und auf Newsportalen gibt es begründeten Zweifel daran, ob dem so ist. Wie anders kann man sich erklären, dass über 42 Mio. Menschen Trump auf Twitter folgen und dessen 32'000 Tweets inhalieren?


Der erste Artikel mit dem Bild von Assange* lässt uns heute wissen, dass auch Assange im Solde Putins stehen soll. Ich konnte es nicht fassen und bin der Sache nach gegangen und habe feststellen müssen, dass es FakeNews sind was da die SDA verbreitet und ungeprüft von einem Bieler Tagblatt übernommen wurde. Bei soviel Pfusch muss man einfach feststellen: Beschleunigen wir den Tod der gedruckten Presse, sie macht sich täglich nicht nur obsoleter, im Sterben liegend schwärzt sie uns nur noch an.




Dass Assange* sich nicht an den Dolchstosslegenden beteiligte, belegt er bei Twitter gleich selber. Und zwar schon am 12. November. Genügend Zeit also für die Pfuscher bei der SDA die Denunziation zu überprüfen

Auch Snowden wird als Quasi-Putin-Akquisiteur in Sachen Katalonien erwähnt. Nun habe ich auf Snowden's Twitter Wall bis zum 2. Oktober zurückgeblättert und erst da einen Re-Tweet zum Thema gefunden. Daraus lässt sich nicht ablesen, dass Snowden gegen die spanische Regierung agitiert hätte. Bei rund 2600 Tweets überhaupt ist die Meldung, wonach er Tausende parteinehmende Tweets abgesetzt haben soll und die schwierige Lage in Barçelona damit anheizte, wohl eine Ente.


Zusammen fassend ist festzustellen, dass wir inmitten eines Informationskrieges stehen. Haben wir es damit mit vorbereitenden Handlungen zu tun von etwas viel Gewaltigerem?

Sieht so der Cyberwar aus? 
Wir tun gut daran, uns laufend in Recherche und Quellenüberprüfung zu üben. Wenn die sog. vierte Gewalt es nicht mehr im Griff hat zu unterscheiden was wahr und wahrhaftig ist, dann müssen wir uns wohl auch vor Politikern fürchten, denen es nicht besser geht als den Journalisten.

* Nachtrag vom 17. November 2017:
Assange unterhält seit 2011 enge Beziehungen zu Nigel Farage von der rechtsextremen UKIP Partei. Dieser soll ihn kürzlich in seinem Botschaftsexil besucht haben. Zudem unterhält er Beziehungen zu einem bekannten Putin-Freund. Trump jr. bestätigte die Kontakte zu Assange während Trumps-Wahlkampf. Schliesslich ist er mit der rechtsextremen australischen Wikileaks-Partei in Verbindung zu bringen. Assange ist mit Sicherheit kein linker Ritter gegen dunkle Mächte. Lügen scheint in sein Waffenarsenal zu gehören. 

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