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Es werden Posts vom Mai, 2016 angezeigt.

Paymit verschwindet vom Markt - Gratulation an Postfinance!

Erst am Monat spekulierte ich noch über die Fusion von Twint und Paymit. Gerüchte sind manchmal wahrer als man denkt.

Heute wurde bekannt, dass Paymit vom Markt verschwinden wird und dass sich alle Schweizer Akteure  wie Credit Suisse, Postfinance, Raiffeisen, UBS, ZKB sowie die Schweizer Börse SIX, die Detailhändler COOP und MIGROS sowie die Swisscom- ohne Swatch natürlich - hinter der Bezahl-App von Twint versammeln werden.

Die NZZ fragt, ob diese Schweizer Fusion gegen Apple oder Google reichen wird? Die Wahl liegt letztlich bei den Konsumenten und die entscheiden dann auch, ob sie nicht doch lieber mit Bargeld bezahlen oder wie derzeit auch immer beliebter mit der Debit- oder der Kreditkarte.

Wie alle Medien derzeit, berichtet auch der Tagesanzeiger von der Fusion und zitiert das herausgegebene Communiqué. Hier geht es zur Originalmedienmitteilung als PDF oder direkt bei Twint.

Interessante Zusatzinformationen liefert die Finanz und Wirtschaft, die sich mit Victor Schmid von "Die…

Paymit vs. Twint vs. ApplePay vs. Swatch? Oder wer mit wem gegen wen?

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Nichts gegen Wettbewerb. Da läuft gerade einer dieser Musterwettbewerbe ab, allerdings so ziemlich ohne Publikum, würde ich meinen.

Dabei ist das Thema schon ziemlich alt. Ca. 16 Jahre alt würde ich meinen. Anfangs der Nullerjahre nahm ich noch ein Workshops teil zwischen den Schweizer Grossbanken und der damaligen Swisscom Mobile. Idee war, gemeinsam ein Bezahlsystem per Handy einzuführen. Wir, die Swisscom, hatten da ein paar technologische und marketingtechnische Trümpfe in der Hand und die Banken, ganz auf Neoliberalismus eingestellt, hatten überhaupt kein Interesse daran, uns Telefönler in ihr Geschäftsfeld zu lassen. So verliefen die Zusammenkünfte eher destruktiv, in allem Nadelstreifen-Anstand, selbstverständlich.


Nun, 15 Jahre danach meldet Apple weltweit Ansprüche an. Die Mobilfunker wurden zu dem degradiert was alle wollten, zum BitPipe-Betreiber. Apple jagte in einer einzigartigen Weise den Mobilfunkern die Kunden ab. Und jetzt hat sich Apple aufgemacht, den Banken Angst zu…

Deutsche Bahn macht auf Co-Creation - Mobilität 4.0

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Wie wir schon anderer Stelle vermerkt, geht die Digitale Transformation am Thema Mobilität alles andere als Spurlos vorbei. Nicht nur die Autoindustrie ist heraussgefordert, sondern auch der öffentliche Verkehr.

Es geht ja die These, dass selbstfahrende Autos im Grunde nichts anderes sei als öffentlicher Verkehr. Auf der Strasse und nicht auf Schienen. Um hier den Anschluss nicht zu verpassen, geht die Deutsche Bahn Wege, die man heute von einem modernen Unternehmen erwarten darf. Es wndet sich an das interessierte Publikum und schreibt einen Innovationswettbewerb aus. Achtung: Der Wettbewerb endete 2015.



Den Siegern des Wettbewerbs winkte ein Jahresgeneralabonnement sowie einen Besuch im hauseigenen Mobilitäts-Lab, der DB Ideenschmiede.  Hier wird daran gearbeitet, was man als Mobilität 4.0 bezeichnet.



Auch ein Schweizer Unternehmen will Gerüchten zu Folge am Modernisierungsschritt der Deutschen Bahn mitmischen. Es handelt sich um Mobility, die bereits heute das Flinkster-Angebot der DB…

Wie wir unsere Gesellschaft gestalten

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Ich gehöre noch zu jener Generation, die vom Aufbruch der 68er-Genertion profitieren konnte. ich wurde in den 70ern und 80ern politisiert. In diesen zwei Dekaden herrschte die Überzeugung vor, dass jede und jeder an der Gestaltung der Gesellschaft mitwirken kann. ja, man sah und glaubte nicht nur, dass eine Demo oder ein Sit-In oder jede andere Form des konstruktiven Protests Wirkung erzielte. Nicht, dass das damalige Establishment eitel Freude gehabt hätte an uns Rebellen und Revolutionären - wo wir in Tat und Wahrheit doch nur bescheidene Reformer waren - es gab auch Ressentiments und nicht wenige reaktionäre Massnahmen durch die Staatsmacht. Man muss da nichts beschönigen. Doch der Lebensstil von damals war auf Aufbruch und Erneuerung ausgerichtet und es geschahen auch erfreuliche Dinge.

Irgend einmal war dann die Energie verpufft. Ich vermute, dass das in den 90er Jahren geschah, als sich eine Finanzkrise der anderen die Hand gab. Das forderte Opfer. Nur wer sich zum Beispiel in di…

Siroop - eine Zangengeburt?

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Heute also wird die von "ganz oben" verordnete neue Onlineshop-Plattform endgültig lanciert. Nach einer auffallend langen Phase des Beta-Releases. Ich kann mich nicht an eine annähernd gleich langen Anlauf erinnern.

Ich habe bereits im November 2015 die Plattform von Coop und Swisscom - deren Verwaltungspräsident Herr Loosli ist - mit meinen Studierenden analysiert. Hier mein damaliger Auftrag an die Studierenden: Digital Marketing.

Und hier die Blogeinträge der Studierenden: 

Das digitale Abenteuer
Blogschrift
Digital Marketeers
Bubblidig
Marketing Adventures

Die Meinungen waren damals einhellig: unbrauchbar!
Heute also der grosse Auftritt bei 20 Minuten. Ein nicht gerade billiger Auftritt, wenn man vier Umschlagseiten von 20 Minuten besetzt. Die einzige Massnahme dürfte es nicht sein. Eine nationale Kampagne in der ganzen Schweiz kostet imer rund eine Million Schweizer Franken.


Interessant auch zu beobachten, dass die  20-Minuten-Redaktion auch gleich das Skandälchen liefert. Es gib…

Leider nicht Swatch-Bashing - es sind Weckrufe...

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Kürzlich kritisierte ich die Firma Swatch in meinem Blog (siehe hier) wegen ihrer Unsichtbarkeit in der Diskussion um Internet of Things und den Wearables. Ihre grosse Abwesenheit beim Wettlauf um Smartwatch- Plattformen.

Heute nun gerät die weltgrösste Uhrenfirma in die Schlagzeilen wegen ihrer Unkorrektheiten in Sachen Good Governance. Siehe hier in einem Artikel in der Berner Zeitung.


Nun ist es nicht so, dass es das erste Mal wäre, dass die Hayeks deswegen in Negativschlagzeilen geraten. Bereits im 2013 war das selbe Thema Gegenstand von lauter Kritik, zum Beispiel hier im Tagesanzeiger. Geändert hat sich bisher nichts.

Es mehren sich nun die Zeichen, dass das einstige Vorzeigeunternehmen von Hayek sen. von seinen Nachkommen als Milchkuh verstanden wird. Eine Generation, die offenbar verwaltet und nicht gestaltet wie das unter Vater Hayek doch noch der Fall war.

Riesensaläre für Management und Verwaltungsrat und nicht vorhandene Innovationen von Weltrang ist ein untrügliches Zeichen f…

Smartwatch für sehbehinderte Menschen - und Swatch pennt weiter

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Wie genial ist das denn?
Warum erst 5000 Jahre nachdem die ersten Sonnenuhren erfunden wurde kam jemand auf die Idee, eine solche Uhr für sehbehinderte Menschen zu erfinden? 

Nachdem 1796 Antoine Favre-Salomon das Prinzip der klingenden Stahlzunge erfunden hat und damit die musizierende Taschenuhr, wäre es doch nahe liegend gewesen, auch eine braille'sche Uhr zu erfinden! 1839 veröffentlichte Louis Braille seine Raphiegrafie. So hätte in dieser Zeit der grossen Erfindungen doch auch die Vernetzung zwischen den Erfindungen Favre-Salomon und Braille stattfinden können? Doch hätte es etwas genützt? Wären Sie im Stande gewesen? Wohl kaum, denn es hat ihnen das entscheidende Kettenglied gefehlt. Die digitalen Technologien nämlich. Und Internet. Die beiden Herren haben sich nicht virtuell treffen können. Solche Begegnungen unter Erfindern sind heute leicht möglich. Wenn man sich zum Beispiel auf Open Innovation einlässt, ihr Schweizer Uhrenmanager!

Digitale Technologien stehen nun doch se…