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Es werden Posts vom April, 2016 angezeigt.

UMS - Unglaublich möglich so was...

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Als Marketingdozent bin ich immer wieder regelrecht entsetzt, was es da alles so im Web gibt aus der Schweiz und in der Schweiz für die Schweiz und was man noch nie zuvor gesehen hat.

Die Schweizer können einfach nicht verkaufen! Ein echtes Elend!

Warum? Immer wieder bekomme ich durch meine Studierende zu hören, dass es kein Marketingbudget gibt bei ihrem Auftraggeber. Wie sollen sie denn Marketing machen ohne Geld?

Den Dozenten fragen natürlich!

Der hat schon Firmen aus dem Nichts auf die grosse Bühne der Schweiz gebracht, aber auch schon als Angestellter Millionen verbraten und Millionen gescheffelt. Der weiss, wie man aus ganz, ganz wenig doch relativ viel viel macht. Meistens jedenfalls.

Es ist schon so, es wird geschmürzelet in der Schweiz. Wir können von den Startup-Millionen und -Milliarden der Amerikaner nur träumen. Mit leeren Hosentaschen und vielen Ideen für Produkte kommt man einfach nicht vom Fleck! Die Formel Marketing-Mix ist wahr, liebe Unternehmer! Da könnt ihr hunderte v…

Digital Maturity

Was messbar ist, soll gemessen werden. Wie aber misst man einen Reifegrad? Selbstverständlich mit einer Reifeprüfung. Der Kanon der Reifeprüfung Matura oder Abitur hat sich in Jahrhunderten entwickelt und konnte an unzähligen Generationen geprüft und überprüft werden.

Wir aber soll man die Digitale Reife ermitteln? Das Institut für Wirtschaftsinformatik der Uni St. Gallen hat in Zusammenarbeit mit dem Strategieberatungsunternehmen Crosswalk nun im zweiten Jahr eine Studie namens Digital Maturity&Transformation Report 2016 vorgelegt, die auf einer Online-Befragung basiert. Die auf einem eigens entwickelten Modell erstellte Studie wurde auf der Basis einer Umfrage von 547 Teilnehmenden aus 417 Unternehmen erhoben.

Zusammenfassend wurde festgestellt, dass die grossen Unternehmen aufgeholt haben gegenüber den mittleren Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitenden. Wohingegen kleinere Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitenden immer noch einen höheren Reifegrad haben sollen. Allei…

Bin ich Opfer der NZZ geworden?

Als Journalist lernt man, dass man immer zwei Quellen mindestens konsultieren muss, bevor man einen Geschichte auf die Leute loslässt. Ich muss mir das in Zukunft auch als Blogger zu Herzen nehmen, besonders dann, wenn ich beabsichtige, aggressiv, provozierend oder einfach herausfordernd zu agieren wenn es darum geht, Magistraten oder Parlamentariern an den Karren zu fahren.

Ich streue jede Menge Asche aufs Haupt, weil ich im gestrigen Post die Bundesräte Leuthard und Schneider-Ammann alt aussehen liess, obwohl sie es in dieser Form und in der vorliegenden Sache nicht verdient haben. Es tut mir leid und ich bitte um Nachsehen.

Eigentlich könnte ich den gestrigen Post entsprechend überarbeiten, doch will ich darüber Transparenz herstellen. Als Blogger wie als Mensch bin ich nicht perfekt. Und ich bin gewillt, gescheiter zu werden. Ich will auch nicht alle Schuld dem NZZ-Berichterstatter geben - der von Solution Journalism noch nie etwas gehört hat - nämlich dass er mich auf eine falsche …

Wissenschaftler treiben DAX Unternehmen zu mehr Transparenz in Sachen Digitale Transformation an

Vorgestern wurde eine Studie über die Informationsfreudigkeit deutscher Börsen quotierter Unternehmen veröffentlicht. Sie erschien unter dem Titel "Wie haltet ihr es mit der Transformation?" - Eine Status-quo-Analyse der DAX-30-Unternehmen. Verantwortet wird die Studie von Prof. Dr. Julian M. Kawohl und Andreas Badekow, beide von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Hier kann man die Studie herunterladen.

Die Studie endet mit dem Fazit:
"Die vorliegende Studie konnte aufzeigen, dass deutsche Großkonzerne bisher noch sehr bescheiden über ihre Transformationsaktivitäten berichten. Bisher spiegeln die bisher kommunizierten Maßnahmen noch nicht die Bedeutung des Themas wider. Eine Ausweitung und Konkretisierung der Kommunikation und Information über die Transformation der Unternehmen ist mit Blick auf die Transparenz für die interessierten Stakeholder anzustreben und wünschenswert." Da hat es aber auch sonst noch so richtig Sprengstoff in dieser Arbeit. Folg…

Die Mär von der Schaffung neuer Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor

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Manchmal ist es schon zum aus der Haut fahren! Wir leisten uns eine Politiker_innen-Generation, die nicht bloss im Zweifelsfall, sondern stets die Füsse im ideologischen Sumpf steckend, versuchen die Bevölkerung zu besänftigen. Gestern geschehen im Bundeskommunikationszentrum, nachzulesen bei der NZZ: Der "Digitale Weckruf" des Bundesrates.

Man kennt das Unbehagen, das in der Bevölkerung herrscht in Sachen Digitaler Transformation, dass Beruhigung einkehrt, dafür ist die Wirtschaft verantwortlich. Das, meine Damen und Herren Bundesräte, ist den Teufel mit dem Belzebub ausgetrieben! Sie verharren in der Schockstarre Ihrer Ideologie, während die Amerikaner Unsummen in die Forschung über die Automatisierung der Dienstleistung stecken und die Deutschen unter der Führung des Wirtschaftsministers Gabriel in die Industrie 4.0. Mit Staatsgeldern wird da der Wettbewerb aufgeheizt und angetrieben, während Sie mit der Formal "Wir sind gut aufgestellt, es ging in der  Vergangenheit …

Das bedingungslose Grundeinkommen und die Roboter

Mein stärkstes Hauptargument für ein bedingungsloses Grundeinkommen ist die Tatsache, dass Roboter Roboter kaufen.

Damit bin ich nicht ganz derselben Meinung wie Giannis Varoufakis, der meint, dass Roboter keine Produkte kaufen. Siehe Artikel im Tagesanzeiger von gestern. Und deswegen müsste man eben Massnahmen treffen, auch weil es Tatsache geworden ist, dass die modernen Technologien zum ersten Mal in der Geschichte mehr Arbeitsplätze vernichten statt neue zu schaffen.

Ich hätte sehr gerne gelesen, woher Varoufakis das weiss. Der Journalist hätte gerne zurück fragen dürfen. Das Argument ist entscheidend. Bundesrat Berset behauptete in seinen Antworten auf entsprechende Fragen das genaue Gegenteil. (Siehe meinen Post zum Thema.)

Varoufakis meint auch, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen eine liberale Forderung sei, weil die Freiheit des Einzelnen damit erhöht würde. Er zitiert auch die Techies aus dem Silicon Valley, die mit "Seed money for everybody" Stargeld für jederma…

Digitale Disruption und die Unfähigkeit der Politik der Antizipation

Selten war ich im Laufe einer politischen Diskussion derart unentschlossen wie gegenwärtig in der Angelegenheit des bedingungslosen Grundeinkommens.
Eigentlich meine ich, dass es absurd ist, wenn der Staat sein Füllhorn äufnet und und es gleichmässig über alle ergiesst. Für benachteiligte Bevölkerungskreise mag das ein Segen sein, aber bei der Vorstellung dem Mittelstand und den Superreichen öffentliche Gelder in den Rachen zu stossen, dreht es mir den Magen.
Hauptargument aber ist aus meiner Sicht die grosse Befürchtung, dass in einem absoluten bürgerlichen Staat das Anliegen des bedingungslosen Grundeinkommens direkt in den Sozialabbau mündet. All das was unsere Vorväter teils blutig und totalem Engagement erkämpft haben, nämlich AHV, IV bis hin zu den Krankenkassensubventionen, würde abgebaut werden wollen. Die Initianten haben bisher keine glaubhaften Argumente vorbringen können, wie man diesem Abbau entgegen wirken könnte. Im Gegenteil, es gibt Stimmen, die das was sich bewährt hat…

Wearables - Internet of Things leibhaftig

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Aus Schweizer Sicht ist es ja sehr ärgerlich, wie sich der Uhren-Weltkonzern Swatch im Thema Wearables benimmt. Wenn es ein Unternehmen gäbe, das in der Digitalen Transformation weltweit mittakten könnte, dann Swatch. Stattdessen verschläft die Nachfolger-Generation von Hayek sen. die Entwicklung.


Nicht so das in der Genstruktur immer noch Schweizerische Unternehmen Logitech. Wie heute die Handelszeitung berichtet, steigt Logitech in den Markt der tragbaren und mit Internet verbundenen Gadgets ein. Logitech kauft sich in den Markt ein mit der Übernahme der Firma Jaybird.


JayBird ist eine Bluetooth und Sport Headset Firma und produziert Tracking Armbänder namens The Reign. Dafür gibt es sowohl eine iOS wie auch Android App. 


Logitech kaufte JayBird für 50 Mio. $ und legte weiter 45 Mio-$ für zukünftige Investitionen auf den Tisch sofern sich JayBird wie gewünscht weiter entwickelt.
Die Chance stehen gut, offenbar versteht JayBird das Geschäft und schafft Erlebnisse rund um ihre Produkte wi…

Turo - war's das Mobility?

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CarSharing gab es bevor es das Internet wirklich gab. Mobility, hervorgegangen aus zwei Autoteilen-Genossenschaften, profitierte ab 1997 auf jeden Fall vom Aufkommen des Internets. Denn nur dank der ausgebauten Dienstleistung via Webseite - Kontakt mit Menschen gibt es mit Mobility nur, wenn Ärger im Anzug ist, sprich Pannen, Unfälle oder Falschparkierer zu beklagen sind - ansonsten läuft der Verkehr mit Mobility rein virtuell ab.

Ich bin seit 10 Jahren überzeugter Mobility-Kunde und zwar seit ich mitten in Biel lebe und im Umkreis von 1 km vom Smart über das Cabrio bis zum Transporter alles haben kann. Nach drei Jahren Erfahrung wusste ich, dass ich mit meinem Bedarf an zu fahrenden Kilometern nicht Genossenschafter werden muss und entschied mich einfach Kunde zu sein. Mit ca. 2'500-3'000.- Kosten pro Jahr bin ich bestens bedient und möchte auf keinen Fall Mobility missen.

Doch nun bahnt sich da ein neues Geschäftsmodell an, das Mobility in Bedrängnis bringen könnte. Ein Geschä…

Ich teile, du teilst, wir teilen

Shared Economy ein Buzzword mit schneller Mutation von der Mode hin zum wesentlichen wirtschaftlichen Faktor. Wetten, dass es nicht allzu lange dauern wird, bis mittels einer Angstkampagne versucht wird, die Menschen vom Teilen abzubringen?

Warum? Im Folgenden mein erster Versuch einer Erklärung.

Zuerst aber meine Definition:

Mit Shared Economy wird jene Wirtschaft verstanden, in deren Rahmen statt gekauft und verkauft nur ausgeliehen, vermietet oder einfach nur zum Gebrauch eine Ware oder eine Dienstleistungen vom Anbieter dem Nutzniesser überlassen oder erbracht wird.
Das kann entgeltlich, unentgeltlich oder auch im Tausch gegen eine ähnliche Leistung vor sich gehen.


Wikipedia weiss (abgerufen am 12. April 2016, 15:00):

Share Economy bzw. ;">Sharing Economy ist aus makroökonomischer Sicht ein hybrides Marktmodell und aus mikrookönomischer Sicht eine Bezeichnung für Unternehmen, deren Geschäftskonzept gekennzeichnet ist durch die gemeinsame zeitlich begrenzte Nutzung von Ressourc…